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Ehrenamtliches Engagement

Die SPD-Kreistagsfraktion stellt
sich hinter die Pläne, den Scheersberg als
internationale Jugendbegegnungsstätte weiter
auszubauen. „Wenn sich auf dem
Jugendbildungssektor etwas tut, dann müssen wir
dafür sorgen, dass unsere Region den anderen
eine Nasenspitze voraus ist“, sagte der
Vorsitzende des Kulturausschusses Dr.
Hans-Werner Johannsen. Wie das genau aussehen
könnte, ließ sich die SPD-Fraktion vor Ort auf
dem Scheersberg zeigen. Dort stellte der
Hausherr Hartmut Piekatz der Kreistagsfraktion
seine Vision von einem Zentrum für
internationale Jugendbegegnungen vor.
Mit einer Gebäudeerweiterung soll
Raum für weitere Betten und eine bessere
Unterbringung geschaffen werden. Die Nachfrage
nach den Angeboten sei enorm, sagte Piekatz. Die
Einrichtung sei inzwischen fast durchgehend
ausgebucht. „Wir haben zeitweise sogar mehr
Gäste als Betten“, sagte Piekatz. „Dann legen
wir zusätzlich Matratzen in die Zimmer, damit
wir alle unterkriegen.“ Die Sporthalle soll nach
den Plänen Piekatz‘ zu einer Veranstaltungshalle
umgebaut werden, so dass sie leichter für
Theater- und Musikveranstaltungen genutzt werden
könne. Auch zusätzliche Proberäume für Bands
sind für die Halle vorgesehen. „Der Bedarf ist
da,“ sagte Piekatz. „Damit wir auch weiterhin
mit anderen Einrichtungen mithalten können,
müssen wir weiter ausbauen.“
Nach Ansicht der
SPD-Kreistagsfraktion müsse das bestehende
Angebot unbedingt erhalten und weiter ausgebaut
werden. „Wenn wir es schaffen, auf dem
Scheersberg die Vernetzung von internationaler
politischer, kultureller und kreativer
Jugendarbeit zu erweitern, dann hätten wir
unseren Kreis weiter vorangebracht“, sagte Hanna
Hansen, Mitglied des Jugendhilfeausschusses.
„Wir sehen, dass es in den
letzten Jahren eine Entwicklung auf dem
Scheersberg gegeben hat hin zu mehr Angeboten
für Kinder und Jugendliche“, so Dr. Johannsen.
„Das wollen wir unterstützen und fördern.“
Wichtig sei dabei aber auch, dass nicht nur das
internationale Publikum angesprochen werde,
sondern die Menschen in der Region den
Scheersberg als ihre Einrichtung wahrnähmen.
Hierbei beruhigte Hausherr Piekatz
dieFraktionsmitglieder. So sollen die Vereine
aus dem umliegenden Gemeinden auch weiterhin die
Sporthalle nutzen können. „Eine
Veranstaltungshalle dient ja auch dazu, dass
Menschen zusammenkommen.“
Die Halle
könne natürlich auch für andere Veranstaltung
genutzt werden. Ebenso würden die geplanten
Proberäume natürlich auch für hiesige Musiker
zur Verfügung stehen. Die Kosten von geschätzten
zwei bis zweieinhalb Millionen Euro könnten nach
Ansicht der SPD-Fraktion größtenteils über die
Bundeszuschüsse aus dem Konjunkturpaket II der
Bundesregierung bestritten werden. „Ich bin ganz
zuversichtlich, dass ein solches Projekt Mittel
aus dem Konjunkturpaket II erhalten kann,“ sagte
der Fraktionsvorsitzende Ingo Degner,
„schließlich handelt es sich hier um eine
konzeptionelle Weiterentwicklung, die durch die
geplanten Baumaßnahmen erst möglich wird und
nicht um versäumte Bauerhaltung.“ Mit dem
Deutschen Grenzverein sind Gespräche zu führen,
wie der zu erbringende Eigenanteil zu
finanzieren ist. „Ich kann mir vorstellen, dass
der Kreis hier in Vorlage geht und der
Grenzverein dem Kreis die jährlichen
Abschreibungen erstattet“, so Degner als
Realisierungsmöglichkeit. „Nur jetzt ergibt sich
die einmalige Chance, den Scheersberg für die
Zukunft baulich fit zu machen. Der Kreis
Schleswig-Flensburg als Besitzer dieser
Liegenschaft muss sich seiner Verantwortung
stellen. Daher unterstützt die
SPDKreistagsfraktion ausdrücklich die
Zukunftvisionen von Direktor Piekatz und die
Initiative des Landrates“, so die einhellige
Meinung der Fraktion. |