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Schleswig-Flensburg
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Größe des Kreises Schleswig-Flensburg:     2071 Quadratkilometer
Einwohner:                                                   199.999 (Stand: 31.12.2004)

Lage des Kreises Schleswig-Flensburg in Deutschland

 
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Die geographische Lage des Kreises Schleswig-Flensburg als Grenzkreis zum Königreich Dänemark Das Kreisgebietund die reiche gemeinsame historische Tradition verpflichten hier nicht erst seit der Mitgliedschaft des Nachbarlandes in der Europäischen Union zu einer Politik der grenzüberschreitenden Partnerschaft und Zusammenarbeit. Jenseits der Grenze leben neben der dänischen Bevölkerung auch deutsche Nordschleswiger mit engen Bindungen an Deutschland. Diesseits der Grenze haben die Menschen im Kreis ebenfalls der kommunalen Gebietskörperschaften die kulturellen im engen täglichen Zusammenleben mit den Angehörigen der dänischen Volksgruppe zu einem gutnachbarlichen Verhältnis gefunden. Das `Borgerforeningen` in FlensburgDiese nach dem Krieg gewachsene Vertrauensbasis, begünstigt durch die Bereitschaft Bedürfnisse beider Volksteile, angemessen zu berücksichtigen, ist das entscheidende Fundament eines dauerhaften gedeihlichen Miteinanders in der Grenzregion.
Positive interkommunale Verflechtungen in Wirtschaft, Kultur und Sozialwesen bestehen traditionell auch mit der kreisfreien Stadt Flensburg, dem Oberzentrum der Region, das vom Gebiet des Kreises Schleswig-Flensburg umschlossen ist.
Stadt Schleswig mit Blick auf den DomSeine heutige Gestalt erhielt der Kreis Schleswig-Flensburg im Jahre 1974 , als die ehemaligen Kreise Schleswig und Flensburg-Land, die beide auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken konnten, vereinigt wurden. Mit seinen 2071 Quadratkilometern Fläche - das Bundesland Saarland ist unwesentlich größer - ist der Kreis Schleswig-Flensburg der zweitgrößte in Schleswig-Holstein und auch auf Bundesebene einer der größten. Sein Gebiet umfasst vier Städte und 132 ländliche Gemeinden. Die Zahl der Einwohner hat sich bei etwa 200.000 eingependelt. Stadt Kappeln mit Blick auf die neue Brücke über die SchleiDie Kreisstadt Schleswig ist mit rund 25.000 Einwohnern der größte Ort im Kreisgebiet, gefolgt von den Städten Kappeln mit etwa 10.000 und Glücksburg mit etwa 6.000 Einwohnern.
Außer der Kreisverwaltung mit ihrer Hauptstelle in Schleswig und einer Außenstelle in Flensburg arbeiten kommunale Verwaltungen in den Städten Schleswig, Kappeln und Glücksburg sowie in den Gemeinden Harrislee und Sörup. Für die Landgemeinden erfüllen 18 Ämter alle Aufgaben des „Kommunalmanagements“. Schloss Glücksburg
Die Landschaft des Kreises Schleswig-Flensburg zeichnet sich durch eine im norddeutschen Raum seltene Vielfalt und Schönheit aus. Im Osten liegt das hügelige Angeln mit seinen fruchtbaren Wiesen und Weiden, den charakteristischen Knicks und großen Bauernhöfen. Abwechslungsreiche Fördenküsten mit ursprünglichen Steilküsten und Stränden bilden an der Ostsee die natürliche Grenze im Norden. Das Bild der Schleswiger Geest auf dem Mittelrücken, früher wegen ihrer leichten Sandböden gegenüber Angeln wirtschaftlich benachteiligt, prägen heute leistungsfähige landwirtschaftliche Betriebe und gepflegte Dörfer. Störche in der Landschaft StapelholmIm Südwesten schließen sich die von den Flüssen Eider, Treene und Sorge umgebenen weiten Niederungen der Landschaft Stapelholm an, die als Storchenparadies weit bekannt ist.
Der Kreis Schleswig-Flensburg verfügt über ein dichtes Netz gut ausgebauter Straßen. Von Norden nach Süden durchschneidet als wichtigste überregionale Verkehrsader die Autobahn 7 das Kreisgebiet und bildet den Anschluss an das europäische Fernstraßennetz. Überwiegend auf dieser Route wickelt sich der Skandinavienverkehr über die Grenzübergangsstelle Ellund ab. Parallel zur Autobahn verläuft die Bundesstraße 76. Ihr Grenzübergang in Kupfermühle und ein weiterer Übergang in Harrislee bringen der Autobahn vor allem in der Hauptreisezeit spürbare Entlastung. Die Bundesstraße 199 durchzieht das nördliche Kreisgebiet von West nach Ost, die Bundesstraße 200 verbindet Flensburg und Husum, und die Bundesstraße 201 schließlich stellt eine Verbindung der Kreisstadt Schleswig mit Husum und Kappeln her. Ein ausgedehntes Netz von Landstraßen, Kreisstraßen und Gemeindewegen rundet die gute Verkehrserschließung des Raumes ab. Mit der Deutschen Bundesbahn ist der Kreis Schleswig-Flensburg von Hamburg, Flensburg, Kiel und Husum aus zu erreichen. Die Elektrifizierung der Schienenstrecke von Hamburg nach Flensburg hat die Verkehrsanbindung der Region in Richtung Skandinavien weiter verbessert.
Landwirtschaftlicher Betrieb auf der GeestVon besonderer Bedeutung für den Kreis Schleswig-Flensburg ist eine weitere strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung. Tradition und Zuverlässigkeit unserer nach wie vor stark von der Landwirtschaft und vom Handwerk geprägten Wirtschaft sind wettbewerbswirksame Vorteile. Für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region wird jedoch zunehmend die technologische Innovation  in den bestehenden mittelständischen Betrieben zum bestimmenden Faktor. Die intensiven Bemühungen von Wirtschaft, Verwaltung und Politik gelten der Erhaltung vorhandener und der Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Wegen der reizvollen Landschaft und vielfältigen Naturausstattung ist der Fremdenverkehr im Norden Schleswig-Holsteins ein wichtiger Wirtschaftszweig. Böklunder WurstfabrikFür die vielen Gäste aus nah und fern stehen im Kreisgebiet hervorragende Erholungseinrichtungen zur Verfügung. Wanderwege, Radwege, Freizeitanlagen, Schwimmbäder, Campingplätze und ein großes Bettenangebot erschließen die herrliche Ferienlandschaft an Flensburger Förde, Schlei, Treene und Eider, ohne den ursprünglichen Charakter der Naturräume und die Erholungsfunktion zu beeinträchtigen. Dass sich der Tourismus zusehends auch auf das Binnenland ausdehnt, verdanken wir der Schönheit unserer Dörfer und einer gut ausgebauten Gastronomie. Vor allem die Ferien auf dem Bauernhof erfreuen sich bei vielen auswärtigen Gästen zunehmender Beliebtheit.
Schloss Gottof in SchleswigAm Kreis Schleswig-Flensburg schätzen die Feriengäste neben dem hohen Erholungswert auch sein kulturhistorisches Potential. Das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum auf Schloss Gottorf, Haithabu -der alte Handelsplatz der Wikinger-, die Wallanlagen des Danewerks, historische Funde und Sehenswürdigkeiten in Landes- und Dorfmuseen suchen in dieser Art und Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland ihresgleichen. Fremdenverkehr als Wirtschftszweig
Beim Kreis Schleswig-Flensburg ist man sich bewusst, dass es eine Hauptaufgabe auch der Kommunen in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre sein wird, die berechtigten Ansprüche der Wirtschaft und der Bevölkerung auf Nutzung des natürlichen Lebensraumes in Einklang zu bringen mit den ebenso berechtigten Ansprüchen der kommenden Generation auf eine lebendige Natur und eine heile Landschaft, auf reines Wasser und saubere Luft. Diesem Ziel dienen zahlreiche  kommunale Aktivitäten, wie zum Beispiel die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten, die Renaturierung ausgebeuteter Sand- und Kiesgruben, die Wiedervernässung erhaltenswerter Moore, die Erhöhung des Waldanteils, der naturnahe Ausbau verrohrter Gewässer und vieles andere mehr.
Auch die Kulturarbeit hat gerade im Landesteil Schleswig eine gute alte Tradition. Durch die Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg wird den Bürgern ein ungewöhnlich breites kulturelles Angebot offeriert. So werden Jugendliche und Erwachsene u. a. in den sogenannten Kunstwerkstätten zu phantasievoller künstlerischer Artikulation ermutigt. Die Pflege der Sprache und des Brauchtums, das Bewusstsein über die Besonderheiten der heimatlichen Landschaft, ihre Baustile und anderen Eigentümlichkeiten und Traditionen haben im Kreis einen hohen Stellenwert. Diese Bewahrung des kulturellen Erbes erhält ihre verdiente Ermutigung und Unterstützung. Hervorzuheben ist das dichte Netz von Büchereien, mit dem schon seit 1921 der ländliche Raum überzogen wurde und das später durch eine Fahrbücherei in seiner Wirkung vervielfältigt wurde. Stadtbücherei KappelnDie musisch-kulturelle Arbeit abseits der großen Bevölkerungszentren - die Förderung auch der gegenwärtigen Aktivitäten in allen Ausdrucksformen der Kunst - bedeutet auch in der Zukunft ein wichtiges Stück Lebensqualität für die Menschen im ländlichen Raum.
Die Bevölkerung einer großen Gebietskörperschaft stellt aber auch hohe Anforderungen an soziale Vorsorgeeinrichtungen. So entfaltet der Kreis Schleswig-Flensburg auch große Anstrengungen bei der Errichtung von altengerechten Wohnungen, bei Sozialstationen und Beratungseinrichtungen für Menschen, die in Not sind. Das Netz von Sozialstationen im Kreisgebiet ist inzwischen flächendeckend geknüpft. Die finanzielle und ideelle Initiative des Kreises in dieser wichtigen Angelegenheit der Daseinsversorgung hat sich außerordentlich bewährt. Aufgabe der Sozialstation ist es, die Angebote der verschiedenen ambulanten Hilfsdienste zu koordinieren und wirkungsvoll einzusetzen. Dieser Arbeit misst der Kreis eine große Bedeutung bei, da hilfebedürftige Mitbürger, in der Regel Senioren, den berechtigten Wunsch haben, so lange wie möglich in der eigenen Familie und der vertrauten Umgebung zu bleiben. Hier setzt die Unterstützung durch die Sozialstation an.Jugendhof Scheersberg
Ein Schwergewicht der Jugendarbeit des Kreises Schleswig-Flensburg hat stets darin gelegen, den Heranwachsenden für ihr späteres Leben das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Die Realisierung der Chancengleichheit für Kinder in ländlichen und städtischen Räumen war und ist ein Kernstück der bildungspolitischen Konzeption des Kreises. Beim Ausbau des Schulwesens sind die kommunalen Schulträger nicht selten bis an die Grenze ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit gegangen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Zielsetzungen des schleswig-holsteinischen Generalschulbauplanes wurden erreicht, und die Schulen tragen in ihrer inneren wie äußeren Gestaltung alle Merkmale moderner Pädagogik. Quelle und Copyright Lornsenschule Schleswig
Eine der wichtigsten Dienstleistungen im ländlichen Raum ist ein gut funktionierender Personennahverkehr, weil ohne Bus oder Bahn öffentliche Einrichtungen in den Orten mit Zentralitätsfunktion nicht von allen Mitbürgern erreicht und genutzt werden können. Die kommunale Ebene im Kreis Schleswig-Flensburg hat daher die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs immer als Verpflichtung angesehen. Die Ende der achtziger Jahre verwirklichte Neuordnung für das gesamte Kreisgebiet unter Beteiligung so unterschiedlicher Partner wie privaten Busbetrieben, den Verkehrsbetrieben des Kreises und der Deutschen Bundesbahn hat als Beispiel für ländliche Räume inzwischen viele Nachahmer in Schleswig-Holstein gefunden.

Auf dem Weg in das 21. Jahrhundert sieht sich der Kreis Schleswig-Flensburg inmitten der raschen Entwicklungen unserer Zeit einer Fülle von Aufgaben gegenüber, die hohe Anforderungen an die Entscheidungsverantwortung der Mandatsträger und an die Einsatzfreude der Verwaltung stellen. Das kommunalpolitische Geschehen in diesem Kreis wird in Zukunft von anderen Schwerpunkten bestimmt sein als in den ersten 20 Jahren, die eindeutig im Zeichen des Aufbaus standen. Dank großer Investitionen verfügt der Kreis heute über ein Leistungsangebot an Schulen, Sportstätten, Verkehrswegen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen und sozialen Institutionen, dessen Umfang, Qualität und Modernität keinen Vergleich zu scheuen braucht. Die kommenden Jahre verlangen eine verantwortungsbewusste Pflege des Aufgebauten und eine sinnvolle Ergänzung und Verbesserung im Rahmen der gegenwärtig geringeren finanziellen Möglichkeiten.Portrait_Grenzübergang
Das Bewusstsein, dass die deutsch-dänische Grenzregion mehr Entwicklungsmöglichkeiten im Miteinander hat, gewinnt auch im Kreis Schleswig-Flensburg zunehmend an Boden. Viele Initiativen zielen darauf ab, über die Grenze hinweg ein gemeinsames regionales Profil zu finden, das im europäischen Wettbewerb wahrgenommen und honoriert wird. Der deutsch-dänische Grenzraum mit seinen modellhaft integrierten Minderheiten hat seine gemeinsamen historischen Ursprünge durch modernes europäisches Denken als große Chance begriffen. Die Zukunft im Kreis Schleswig-Flensburg hat also bereits begonnen. Alle sind aufgerufen, dabei mitzuhelfen, dass es eine positive Zukunft wird. Die Zeichen dafür stehen gut. 

Weitere Informationen können über www.schleswig-flensburg.de abgerufen werden.

 
   
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